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Obrigkeitliche Massnahmen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten in der Frühen Neuzeit am Beispiel von Bern, Rouen und York

Europäische Gesellschaften waren in der Frühen Neuzeit in unregelmässigen Abständen mit epidemischen Infektionskrankheiten konfrontiert, die einen Anstieg der Sterblichkeit und Störungen des wirtschaftlichen Lebens mit sich zogen. Um hochansteckende Infektionskrankheiten wie die Pest einzudämmen und ihre Folgen zu bekämpfen, griffen die Obrigkeiten zu verschiedenen Mitteln, darunter die Quarantäne, das Ausräuchern von betroffenen Wohnungen oder das Anlegen von Massengräbern. Einige dieser Massnahmen betrafen auch (Haus-)Tiere, die im Verdacht standen, bei der Verbreitung der Pest und anderer epidemischer Krankheiten eine Rolle zu spielen.

In diesem Vortrag sollen am Beispiel der Städte Bern, Rouen und York obrigkeitliche Massnahmen zur Bekämpfung von Pest und anderen epidemischen Infektionskrankheiten vorgestellt werden. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf denjenigen Massnahmen, welche Tiere miteinbezogen. Anhand dieser Massnahmen soll die Wahrnehmung von Grenzen und Überschneidungen zwischen Natur und Gesellschaft im Hinblick auf Epidemien, Zoonosen und Epizootien untersucht werden.

Die Grundlage für diese Untersuchung bilden Stadtratsprotokolle aus Bern, Rouen und York, sowie weitere Quellen aus den genannten Stadtverwaltungen.

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