Das historische Museum als Ort der Wissenschaftsvermittlung

Wie können Museen nicht nur Wissen, sondern auch Wissenschaften und neue Forschungserkenntnisse vermitteln? Wie können wir Kompetenzen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern interdisziplinär nutzen?

Im Referat wird anhand der aktuellen Wechselausstellung «Im Wald. Eine Kulturgeschichte» am Landesmuseum Zürich aufgezeigt, wie wissenschaftliche Forschung in die Ausstellung einfliesst und dadurch einem breiten Publikum vermittelt werden kann. Die Ausstellung behandelt ein Thema, das aktuell sowohl in den Natur- als auch in den Geisteswissenschaften auf grosses Interesse stösst und laufend neue Forschungsergebnisse generiert. Für die Ausstellungsmacherinnen besteht die Herausforderung darin, die aktuellen Forschungen aus verschiedenen Fachrichtungen aufzunehmen und sie gleichzeitig so einzubringen, dass sie von einem Laienpublikum verstanden werden. Dabei sind sie im Gegensatz zu den Forscherinnen und Forschern und Institutionen wie Archiven oder Bibliotheken auf die Vermittlung durch (dreidimensionale) Objekte angewiesen und in der Menge des zu vermittelnden Textes stark eingeschränkt.

Anhand von Fallbeispielen wird diskutiert, wie Kuratorinnen mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen umgehen und wie sie im Rahmen der Möglichkeiten dazu beitragen, einen Dialog zwischen Forschung und Publikum herzustellen mit der Absicht, weitere Debatten über aktuelle Forschungsergebnisse anzuregen.

ReferentIn