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Macht(spiele) im Feld der Politik. Neue politische AkteurInnen und ihr Kampf um Einfluss

Samstag, 11. Juni
09:15 bis 10:45 Uhr
Raum 3148

In der Welt der Politik sind es, wie der Soziologe Pierre Bourdieu schreibt, „Kämpfe um Ideen“ und „Kämpfe um die Macht“ , worum sich alles dreht. Allerdings – so führt Bourdieu mit Blick auf die institutionelle Politik aus – ist einerseits die Öffnung des politischen Feldes und damit auch die der politischen Macht beschränkt, entscheiden doch unterschiedliche Ressourcen wie Zeit, ökonomisches, politisches oder kulturelles Kapital der AkteurInnen über deren Feldzugang. Andererseits muss, wer an den Kämpfen um politische Macht partizipieren will, die Spielregeln des Feldes beherrschen. Mit anderen Worten: politische AkteurInnen müssen die Praxisformen des richtigen Umgangs inkorporieren und die Kultur des Feldes beherrschen, um politische Bedeutung und Macht zu erlangen.

Im Rahmen des vorgeschlagenen Panels soll der Frage nachgegangen werden, ob und wie neu ins politische Feld eintretende AkteurInnen es schafften, von den dort bereits etablierten als ebenbürtig anerkannt zu werden und erfolgreich an politischen Meinungs- und Entscheidungsfindungsprozessen zu partizipieren. Im Zentrum stehen folglich Ein- und Ausschlussregeln des politischen Feldes aber auch Persistenzen und Transformationen, die das politische Feld und die dortigen Spielregeln nach dem Eintritt neuer AkteurInnen aufweist. Nebst dem Zugang zur politischen Macht gilt es ausserdem, das Verständnis und die Ausübung von politischer Macht hinblicklich der diversen AkteurInnen genauer zu betrachten. Daran schliessen sich die Fragen an, ob neue AkteurInnen Kritik an der politischen Macht artikulierten und ob sie Alternativen dazu verfolgten.

Als neue AkteurInnen sind sowohl neu gegründete Parteien, aufkommende soziale Bewegungen oder neue Akteursgruppen zu zählen. Unter Letztere fallen beispielsweise in der Schweiz auf eidgenössischer Ebene ab 1971 Frauen. Mit der Einführung des Frauenstimm- und -wahlrechts lag der Beteiligung von Frauen an der politischen Macht fortan nichts mehr im Wege – zumindest formal. Traten in der Folge aber tatsächlich Frauen als neue Akteurinnen ins politische Feld ein und wie präsentierte und veränderte sich daraufhin die politische Macht?

Das vorgeschlagene Panel nimmt also das Feld der institutionellen Politik als einen jener Orte in den Blick, in dem Kämpfe um Macht ausgetragen werden. Ausgehend vom Ansatz der Kulturgeschichte des Politischen – oder im französischsprachigen Raum der socio-histoire du politique – gilt es im Panel, den Gegenstand mit politikgeschichtlichen Analysen sowie mit solchen aus der Sozial-, Alltags-, Geschlechter- und Kulturgeschichte zu verknüpfen. Beiträge auf Französisch oder Englisch sind sehr willkommen. Das Panel soll zudem den Austausch über unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen hinweg ermöglichen.

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