Digitale Projekte im Studium – eine Bereicherung?

Donnerstag, 6. Juni
11:15 bis 12:45 Uhr
Raum KOL-G-220

Digitalisierung ist zurzeit in aller Munde, so auch in den Geschichtswissenschaften. Die Frage, wie Geschichte digital erarbeitet werden kann, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Quellen analog sind, ist dabei allgegenwärtig. Der Fokus vieler digitaler Projekte in den Geschichtswissenschaften liegt auf der Erstellung und Bewirtschaftung von Datenbanken und beinhaltet in erster Linie das Sammeln und Bereitstellen diverser Quellen und Informationen. Daneben gibt es einzelne Versuche die eigentliche Forschung digitaler zu gestalten. Solche Bestrebungen gibt es auch immer mehr im Bereich der Lehre. Dabei gibt es sowohl Selbstlernmodule als auch betreute Module, welche im Rahmen eines Seminars eingesetzt werden können.

Studierende sind erst am Anfang ihrer akademischen Ausbildung und sehen sich nur bedingt als Forschende an. Trotzdem sind ihre Ansichten für die Forschung und Entwicklung der Lehre von Bedeutung. Durch ihre Rückmeldungen wird es erst möglich, Aufbau und Struktur von Modulen an die Bedürfnisse der Studierenden anzupassen und dadurch lehrreicher zu gestalten.

Digitale Projekte werden oftmals nur positiv dargestellt. Sie sind zeitgemäss und erleichtern die wissenschaftliche Arbeit. Auch in Projekten, welche sich primär auf die Lehre konzentrieren, ist es nicht anders. Nur wenig besprochen werden dabei mögliche Probleme und Nachteile. Ein Hauptproblem, welches sich vor allem im Bereich der Lehre zeigt, ist die Umsetzung des Erlernten in wissenschaftliche Arbeiten. Anhand zweier Projekte soll im Panel besprochen werden, welche Vorteile diese für die Lehre bringen, welche Probleme sich in der Tradierung ergeben und wie diese verhindert oder zumindest vermindert werden können.

Als Beispiele dienen «ad fontes» und «Lives in Transit». Ersteres gehört der Kategorie der Selbstlernmodule an. Es ist den meisten Studierenden bereits ein Begriff, da es seit längerer Zeit existiert und im Laufe des Geschichtsstudiums die Möglichkeit besteht, Veranstaltungen dazu zu absolvieren. Mit «ad fontes» können Studierende das Handschriftenlesen erlernen. In den letzten Jahren sind auch weitere historische Hilfswissenschaften, wie die Numismatik, hinzugekommen. Das «Lives in Transit»-Projekt ist in der Aufbauphase und wird erst 2020 live geschaltet. Es ist jetzt schon ein sehr vielversprechendes Projekt, das bereits in der Konzeptphase die Studierenden überzeugen konnte. Auf spielerische Art können Studierende interaktiv den Forschungsprozess entdecken.

In einem weiteren Block soll konkret auf die Einstellung der Studierenden gegenüber solchen Projekten eingegangen werden. Im Vorfeld der Geschichtstage wird unter Studierenden eine Umfrage zu digitalen Projekten im Bereich der Lehre durchgeführt. Deren Ergebnisse sollten abschliessend zusammengefasst präsentiert werden.

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