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Rasterfahndung, oder: Die algorithmische Suche nach Sicherheit

In meiner Präsentation will ich den technischen, sozialen und epistemischen Veränderungen nachspüren, die mit der Digitalisierung der westdeutschen Kriminalpolizei einhergingen. Die Frage, „welchen Einfluss die Digitalisierung der Gesellschaft auf bestehende Machtverhältnisse hatte“ (CfP), manifestierte sich besonders deutlich in der Diskussion um die Rasterfahndung. Nicht nur setzte die Rasterfahndung das neue polizeiliche Wissen in der Form eines digitalen Fahndungsprogramms prominent in Szene, sondern sie interagierte auch mit Vorstellungen eines neuen Verständnisses demokratisch legitimierter Macht. Polizistinnen, Kriminologen, Politiker-innen, Datenschützer und andere verhandelten anhand dieses im deutschen Sprachraum in den 1970er Jahren vielleicht meistdiskutierten Algorithmus‘, ob der Computer der Demokratisierung der Polizei zu-, jener der Gesellschaft aber abträglich sei. Oder ob die Inhaberin des „Gewalt-monopols“ ihre Universalmaschinen dazu einsetzte, aus ihrem elaborierten, algorithmischen Auswerten massenstatischer Daten einen ungekannten Konformitätsdruck zu erzeugen oder gar einen „Überwachungsstaat“ abzuleiten. In meinen Beitrag will ich versuchen, die Frage nach den „Algorithmen der Macht“ anhand der Rasterfahndung und ihren sozio-technischen Bedingungen zu stellen.

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