Muséum d'histoire naturelle de Genève und Musée d'histoire des sciences

Das Muséum d'histoire naturelle (MHN) ist das grösste naturhistorische Museum der Schweiz. Das Hauptmuseum befindet sich in einem Park, unweit vom Zentrum Genfs. Das MHN ist ebenfalls für das Musée d'histoire des sciences verantwortlich. Dieses befindet sich im Park La Perle du Lac, mit Sicht auf den Lac Léman. Neben der kostenlosen Daueraustellung werden zahlreiche Sonderausstellungen organisiert. Vom 14. Oktober 2021 bis am 6. November 2022 sind die Sonderausstellungen des Muséum d'histoire naturelle  und des Musée d'histoire des sciences mit dem Thema der Geschichtstage verknüpft – sie tragen die Titel «Tout contre la terre» und «La Montagne, laboratoire des savants».

Muséum d'histoire naturelle

Tout contre la Terre. Sonderausstellung vom 14. Oktober 2021 bis zum 25. Juni 2023.

Eine Ausstellung, die sich unter dem Aspekt der Emotionen mit dem Klimawandel und dem Verlust der Biodiversität auseinandersetzt

Wo stehen wir in unserer Beziehung zur Erde, wenn die Grenzen des Planeten durch das Handeln des Menschen überschritten werden? Dieser neue Zustand beginnt sich immer deutlicher abzuzeichnen, und zwar eher zum Schlechteren: Hitzewellen, aussergewöhnliche Dürren oder Überschwemmungen, extreme Waldbrände, Hungersnöte... Mit dem Beitrag des Philosophen Dominique Bourg, des Psychologen Tobias Brosch und der Linguistin Cristina Soriano lädt uns das Museum dazu ein, unsere Emotionen zu erleben, um ihre Auswirkungen angesichts der Umweltkrise besser zu verstehen. Wir alle müssen handeln, um zum Wohlergehen aller Lebewesen, einschliesslich der Menschen, beizutragen. Es geht darum mit der Erde zu leben und nicht gegen sie. Die Szenografie – die mit geringer Umweltbelastung konzipiert wurde – vereint naturalistische Sammlungen, Zeichnungen, Fotografien, Erfahrungsberichte und Emotionen

Musée d'histoire des sciences

La Montagne, laboratoire des savants. Vom 6. April 2022 bis zum 26. Februar 2023.

Was zieht Wissenschaftler:innen in die besondere Welt der Berge? Warum sollte man als Wissenschaftler:in versuchen, die höchsten Gipfel zu besteigen? Welche Messungen und Experimente kann man dort durchführen? Die Ausstellung erforscht die seit dem 18. Jahrhundert bestehende Verbindung zwischen den Bergen (mit Genf als Ausgangspunkt) und den Menschen, um die Mechanismen, die unsere Welt bestimmen und besser zu verstehen. Die «Zähmung» einer feindlichen und gefährlichen Welt erfolgte bereits im 17. Jahrhundert auf der Grundlage von Beobachtungen und Berichten von Pionieren, doch erst die Aufklärung öffnete die Türen für die Erforschung der Gletscher und der Gipfel, insbesondere des höchsten europäischen Gipfels, des Mont-Blanc. Die Welt der Berge kommt in Mode. Jeder sammelt Felsen, Kristalle und andere Kuriositäten und versucht sogar, in die Fussstapfen des Wissenschaftlers Horace Bénédict de Saussure zu treten, wobei er  manchmal seine wissenschaftlichen Aussagen vergisst und sich auf die sportliche Leistung konzentriert. Die durchgeführten Messungen haben sich als Klassiker der Wissenschaft etabliert und tragen dazu bei, Erklärungsmodelle für verschiedene Phänomene zu konzipieren – von der Untersuchung der Faltung von Bergen bis zum Verständnis der Physik der Atmosphäre. Dieses über 200 Jahre alte Abenteuer dauert bis heute an, denn das Ökosystem der Alpen ist nach wie vor ein wertvolles Labor für die Erforschung des Klimawandels.

 

Als Partner der SGT 2022 bietet das MHN:

  • Freier Eintritt in die Sonderausstellung «Tout contre la terre» für alle Teilehmer:innen der Geschichtstage. Bitte zeigen Sie den Tagungspass oder eine Anmeldebestätigung am Eingang vor.

  • Freier Eintritt in die Sonderausstellung «La Montagne, laboratoire des savants» für alle Teilehmer:innen der Geschichtstage. Bitte zeigen Sie den Tagungspass oder eine Anmeldebestätigung am Eingang vor.

  • Führung durch die Sonderaustellung «La Montagne, laboratoire des savants» auf English am 30. Juni 2022 um 12:15, nach vorheriger Anmeldung an 2022@geschichtstage.ch.